Pausenengel: das Original

Kurze Beschreibung des Projektes der Pausenengel

Der Begriff „Pausenengel“ wurde von den Schülern selbst gewählt, da das Wort „ENGEL“ von ihnen positiv besetzt ist. Ein Engel wirkt nach Meinung der Schüler beschützend, behütend, bewahrend, begleitend, verstehend und gütig. Engel wirken im Verborgenen. Sie sind da, wenn sie gebraucht werden und erwarten keine Dankbarkeit. Engel sind unsichtbar und doch da.

Der zentrale Aspekt des Projektes Pausenengel ist ein von Schülern mitgestalteter Weg zu einem friedlichen Miteinander auf dem Pausenhof. Pausenengel sind Schüler, die in Folge eines sozialen Kompetenztrainings in der Lage sind, durch ihr eigenes positives Verhalten das zwischenmenschliche Miteinander der Schüler zu fördern und zu stärken. Sie tragen Mitverantwortung für das Gelingen der Pause, so dass diese den Wünschen der Schüler gerecht wird.

Das Ausbildungskonzept entwickelt sich Stück für Stück mit diesem Projekt und den Kindern. Es besteht aus 8 Einheiten, die bei der Vorbereitung der Schüler auf ihren Einsatz im Pausenhof helfen.

Das vorliegende Konzept ist auf Jahrgangsmischung ausgelegt. Es ist gleichermaßen für Schüler der dritten wie der zehnten Jahrgangsstufe entwickelt worden.

Es versucht darüber hinaus, die unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Schularten zu berücksichtigen. Jedoch ist es schwierig, einer solch großen Bandbreite von Anforderungen gerecht zu werden.

Darum ist es notwendig, dass der Anwender das vorliegende Konzept als Anregung versteht und sorgfältig auf seine eigenen Bedürfnisse und Erfordernisse anpasst. Es dabei darauf zu achten, das Ziel der sozialen Kompetenz auf dem Pausenhof nicht aus den Augen zu verlieren. Pausenengel sind keine Sanitäter, die Erste-Hilfe-Maßnahmen (Wundversorgungen) vornehmen, oder Schüler, die Regelverstöße ihrer Mitschüler an die Pausenaufsicht „petzen“. Durch die Ausbildung soll deutlich werden, dass sie ihre Mitschüler und deren Sorgen und Nöte in der Pause wahrnehmen und entsprechend menschlich handeln.

engelpuppenZu empfehlen ist, dieses ausgearbeitete Konzept im ersten Jahr ganz oder in wesentlichen Teilen zu übernehmen und dabei zu prüfen, welche Teile optimal, welche suboptimal und welche vielleicht überhaupt nicht auf den jeweiligen Teilnehmerkreis abgestimmt sind.

Für die einzelnen Ausbildungsabschnitte sind bewusst keine Zeitvorgaben angegeben.

Auch hier hängt es vom Teilnehmerkreis und von den Schwerpunkten ab, die der Anwender selber setzen möchte, wie intensiv die einzelnen Themengebiete mit den künftigen Pausenengeln behandelt werden. Die Inhalte der einzelnen Abschnitte sind aber aufeinander abgestimmt und sollten auch in der Reihenfolge nicht verändert werden. Sie bieten den Schülern Möglichkeiten an, ihr Sozialverhalten zu erkennen und gegebenenfalls zu festigen oder zu korrigieren.

Die einzelnen Einheiten sind durch Wahrnehmungsübungen, Verhaltensbeobachtungen und Einübung von einfachen Umgangsregeln für sich selbst geprägt.

Zur Methodik werden gestaltpädagogische Arbeit, Rollenspiele, Anti-Aggressionsübungen, Meditationen, spirituelle Impulse/Gebete und vorbildliche Darstellung verwendet.

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